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Alkohol: Inhaltsstoffe bestimmter Alkoholsorten sollen Brustkrebszellen hemmen |
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Phenole hemmen Brustkrebszellen
Eine Studie aus Portugal zeigt, dass bestimmte Inhaltsstoffe von Bier, Wein und Tee die Proliferation von Mammakarzinomzellen hemmen können. Diesen Inhaltsstoffen, den so genannten Phenolen, werden krebshemmende und antioxidative Wirkungen nachgesagt. Allerdings warnen Wissenschaftler davor, Alkoholkonsum als Vorsorgemaßnahme mißzuverstehen.
Bisher war die Botschaft eindeutig. Frühere Studien haben nämlich nachgewiesen, dass Alkoholkonsum das Risiko eines Mammakarzinoms erhöht. Hintergrund ist, dass regelmäßiger Alkoholkonsum den Spiegel der weiblichen Geschlechtshormone anheben kann. Dies kann, vor allem bei postmenopausalen Frauen, das Brustkrebsrisiko negativ beeinflussen.
Allerdings weiß man auch, dass die Polyphenole des Weins, vor allem Flavonoide, einen günstigen Einfluss auf das kardiovaskuläre Risiko haben. Dieses hat beispielsweise Dr. Harm Peters von der Medizinischen Klinik mit Schwerpunkt Nephrologie der Charité erforscht. Und das Institut für Ernährungsinformationen betont, "so genannte Polyphenole, z.B. Flavonoide (enthalten in Obst, Gemüse sowie schwarzem und grünem Tee) und ätherische Öle aus Zitrusfrüchten, Kräutern und Gewürzen besitzen die Fähigkeit, die Zellteilungsrate, also die Vermehrung von Krebszellen zu hemmen, so dass ein bestehender Tumor wesentlich langsamer wächst."
Drei Wissenschaftler der Universität von Porto, Portugal, haben nun drei Phenole unter die Lupe genommen: das Epigallocatechingalat (EGCG), Xanthohumol (XN) und Resveratrol (RES). Alle drei finden sich in Bier, rotem Wein und Tee. Untersucht wurden diese drei Inhaltsstoffe bezüglich einer vermuteten tumorproliferationshemmenden Eigenschaft auf die Karzinomzelllinie MCF-7.
Die Zelllinie wurde unter kontrollierten Bedingungen mit beziehungsweise ohne diese Phenole kultiviert. Ein jedes Phenol wurde wiederum in verschiedenen Konzentrationen beigegeben. Nach einer definierten Zeit unterzog man alle Kulturen verschiedenen laborchemischen Tests.
Alle drei Phenole zeigten einen tumorproliferationshemmenden Effekt. Am stärksten war dies bei XN zu beobachten. Dessen tumorhemmender Effekt zeigte sich schneller und bereits bei schwächeren Dosen als dies bei den anderen Phenolen beobachtet wurde. Im Gegensatz dazu war XN erst bei relativ hohen Dosen zytotoxisch. RES und insbesondere EGCG schnitten bei allen laborchemischen Tests schlechter ab als XN. Allerdings ist EGCG offenbar auch nicht zytotoxisch.
Die Wissenschaftler warnen aber dringlich davor, Alkoholkonsum als Mammakarzinom-Prophylaxe mißzuverstehen.
WANC 04.04/Quelle: Medica.de
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