Freitag, 18. Mai 2012

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Die Ursache für den Stress ist entscheidend für das Risiko

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Stress: Fördert er Brustkrebs doch nicht?

Studien darüber, ob ein stressiges Leben das Risiko für Brustkrebs erhöht, haben zu unterschiedlichen Ergebnissen geführt. Eine große Analyse wertet die Daten verschiedener Studien aus und kommt zu dem Ergebnis, dass Stress nicht generell das Risiko vermehrt, sondern dass die Ursache dafür entscheidend ist.

Die Frage, ob Stress das Risiko einer Frau steigern kann, an Brustkrebs zu erkranken, wurde bereits vielfach untersucht. Bisher waren die Ergebnisse dieser Studien nicht eindeutig. Auch eine schwedische Studie (siehe: Brustkrebs durch Stress?) konnte nicht alle auftauchenden Fragen beantworten. Das Ergebnis zeigte lediglich, das bei Frauen, die angaben, Stress im frühen Erwachsenenalter gehabt zu haben, sich das Brustkrebsrisiko im Alter verdoppelte.

Jetzt haben Dr. Saskia F. A. Duijts und ihre Kollegen von der Universität Maastricht eine sogenannte Meta-Analyse durchgeführt. Meta-Analysen prüfen und vergleichen die Daten unterschiedlicher wissenschaftlicher Studien mit dem Ziel, neue Zusammenhänge zu erkennen. Dabei wurde Stressbelastung in verschiedene Kategorien eingeteilt: schockierende Ereignisse, Tod des Partners, eines Verwandten oder Freundes, eigene Gesundheitsprobleme, allgemeine Gesundheitsprobleme, Veränderung des Familienstandes, Veränderungen der finanziellen Verhältnisse und Veränderungen in der Umgebung.

In drei Kategorien konnten die Wissenschaftler einen Zusammenhang zwischen der Stressbelastung und dem Risiko für eine Brustkrebserkrankung erkennen: bei den beunruhigenden Lebensereignissen, beim Tod des Partners und beim Tod eines Verwandten oder Freundes. Am ausgeprägtesten war die Risikosteigerung im Falle des Todes des Partners fest zu stellen.

Studienleiterin Duijts kommt deshalb zu dem Fazit: "Die Ergebnisse dieser Meta-Analyse bekräftigen nicht die Annahme eines generellen Zusammenhangs zwischen einem stressbeladenen Leben und einem Brustkrebsrisiko. Einen bestimmten Einfluß haben wir für den Fall identifizieren können, dass der Partner stirbt."

WANC 04.04.
Quelle: International Journal of Cancer


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