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Die wichtige Nachsorge bei Brustkrebs
In den vergangenen Jahren haben sich die Diagnose- und Behandlungsmöglichkeiten des Brustkrebs weiter verbessert, sodass eine immer größere Zahl von Frauen geheilt werden kann. Ein Grund dafür sind auch regelmäßige Nachuntersuchungen, in denen eventuell aufgetretene Absiedelungen des Tumors (Metastasen) oder ein Wiederauftreten (Rezidiv) frühzeitig entdeckt und zu behandelt werden.
Die beiden Ärzte Dr. Brigitte Rack und Dr. Wolfgang Janni eröffnen mit ihren Studien in der rechtzeitigen Früherkennung von Tumorzellen neue Wege in der Diagnostik.
Ziel der Arbeit von Rackwar es, die Therapieeffizienz von Zoledronat auf Tumorzellen im Knochenmark bei rezidivfreien Patientinnen nach Abschluss der Primärtherapie zu untersuchen. 14 Brustkrebspatientinnen mit dem Nachweis von ITZ im Knochenmark wurden mit Zoledronat - einem Amino-Bisphosphonat, das den Knochenabbau hemmt und schon bei Osteoporose eingesetzt wird - behandelt. Zum Zeitpunkt des Studieneinschlusses waren alle Patientinnen rezidivfrei. In einer sogenannten Matched Pair Analyse wurden diese Patientinnen mit 14 weiteren Patientinnen mit dem Nachweis persistierender ITZ im Knochenmark verglichen, die keine weitere Therapie erhalten hatten. Die Ergebnisse der Studie deuten auf eine antineoplastische Wirkung des Wirkstoffes Zoledronat auf persistierende Tumorzellen im Ruhezustand hindeuten und bilden die Grundlagen für weitere Studien.
Auch in der Arbeit von Janni stehen die für Rezidive und Metastasen verantwortlichen Tumorzellen im Mittelpunkt. Die Studie untersuchte die Frage, ob die Untersuchung des Knochenmark im Rahmen der onkologischen Nachsorge eine Einschätzung des individuellen Rezidivrisikos nach Abschluss der Primärtherapie ermöglicht.
Zwischen 1994 bis 2003 wurde im Rahmen der onkologischen Nachsorge an der Frauenklinik des Klinikums der Universität München bei 228 Patientinnen nach Diagnose und Primärtherapie eines Mammakarzinoms eine Knochenmarkpunktion in Lokalanästhesie durchgeführt. Bei 29 Patientinnen (12,7%) wurden Persistierende Tumorzellen (PTZ) bei der Nachpunktion festgestellt. Ein positiver KM-Status war innerhalb der ersten 21 Monate nach Primärdiagnose häufiger (15,7%), als im weiteren Verlauf der Nachsorge (9,7%).
In der Studie von Janni unterscheidet sich das Gesamtüberleben ebenfalls signifikant zwischen den beiden Gruppen: 162 Monate gegenüber 99 Monaten. Die größte prognostische Aussagekraft einer Knochenmark-Nachpunktion konnte im Zeitraum zwischen 2 und 3,5 Jahren nach Primärdiagnose festgestellt werden.
Der Nachweis von PTZ im Knochenmark als Bestandteil der onkologischen Nachsorge könnte zukünftig als Surrogatmarker für die Notwendigkeit einer sekundär-adjuvanten Therapie dienen. Diese Information sind im Hinblick auf die derzeit diskutierte Verlängerung oder dem Wechsel der endokrinen adjuvanten Therapie von Bedeutung.
WANC 05.04/idw
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