Freitag, 18. Mai 2012

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Blackwell: "Die Erwärmung erhöht die Wirksamkeit der Medikamente" (Foto: Duke University Medical Center)

 

Neue Brustkrebstherapie scheint zu helfen

Mit einer neuen Therapieform gegen Brustkrebs versuchen amerikanische Wissenschaftler Brustkrebs erfolgreich zu bekämpfen.

Die neue Methode ist eigentlich eine Kombination von Chemotherapie und Wärmebehandlung. Bei den Versuchen nahmen die Patientinnen der Studie das in kleinsten Fettkügelchen, sogenannten Liposomen, eingeschlossene zelltötende Medikament ein. Zusätzlich wurde die erkrankte Brust in regelmäßigen Abständen mit Hilfe von Radiowellen erhitzt. Während der Behandlung ruhte die Brust in einem Wassserbad.

Die Forschungsleiterin Kimberly Blackwell vom Duke Comprehensive Cancer Center in Durham (USA) erklärte, dass sich die Fettkügelchen im erwärmten Tumorgewebe auflösten. Die positive Folge: Das Medikament konnte sehr gezielt und wirksam die Krebszellen angreifen. Durch die Erwärmung der Brust werden zum einen die Liposomen direkt zum Tumor geleitet und zum anderen nehmen die befallenen Zellen mehr von dem Wirkstoff auf.

In ersten klinischen Versuchen erwies sich die neue Therapie als erfolgreich. Bei keiner Teilnehmerin der kleinen Studiengruppe von 21 Frauen vergrößerte sich der Tumor, bei der Hälfte verkleinerte er sich oder verschwand ganz, so Blackwell.

Die bisher vorliegenden Ergebnisse sind jedoch noch mit Vorsicht zu betrachten. In weiteren Studien mit einer größeren Zahl von Patientinnen muss sich erst noch beweisen, ob die kombinierte Behandlungsmethode der herkömmlichen Chemotherapie wirklich überlegen ist.

WANC 01.03


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