Freitag, 18. Mai 2012

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Kimmig: Absehbarer Anstieg von Krebserkrankungen nicht zu bewältigen

 

Krebsgesellschaft fordert bessere Vorsorgeleistungen

Die Schleswig-Holsteinische
Krebsgesellschaft (SHKG) setzt sich
für eine verbesserte Krebsvorsorge ein.

Die gegenwärtige Versorgung sei nicht
geeignet, den absehbaren Anstieg
von Krebserkrankungen zu bewältigen, erklärte der Vorsitzende der Gesellschaft Prof. Bernhard Kimmig in Kiel.
Verbesserungen hält er vor allem in der Versorgung von Patienten vor Ort für notwendig. Die SHKG, die 50 Jahre alt wird, will sich um mehr Spenden und qualifizierteres Personal bemühen, sagte Kimmig.

"Seit ihrer Gründung setzt sich unsere Gesellschaft u.a. stark für die Weiterentwicklung der Krebsforschung ein", erklärte Kimmig in Kiel. "Mit dem Erwerb von Geräten konnten häufig Lücken in der Ausstattung an den Kliniken in Schleswig-Holstein geschlossen werden. Forschungsarbeiten wurden dadurch häufig überhaupt erst möglich, so z.B. in den Bereichen Genforschung oder Knochenmarktransplantation." Das bislang Erreichte sehe er als Basis für die zukünftige Arbeit, betonte Kimmig, denn die Erforschung und Behandlung von Krebskrankheiten sei heute genauso aktuell wie vor 50 Jahren.

Neben der Forschungsförderung sieht die Krebsgesellschaft ihre Aufgaben in der Unterstützung qualifizierter Beratungseinrichtungen und der Fortbildung von Medizinern und Pflegepersonal. "Zusätzliche Schwerpunkte sollen in den nächsten Jahren die Verbesserung der Beratungs- und Betreuungsangebote abseits der großen Städte sowie ein Ausbau der Präventionsarbeit bilden", so Kimmig weiter. Gerade in einem Flächenland wie Schleswig-Holstein komme es darauf an, Beratung und Betreuung möglichst vor Ort anzubieten. Für Patienten wäre das eine wichtige qualitative Verbesserung ihrer Lebensumstände, erläuterte Kimmig.

 

WANC 01.03


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