Freitag, 24. Mai 2013

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Beckenkamm: Oberrand des Beckenknochens.

Benigne: gutartig.

Bestrahlung: siehe Strahlentherapie.

Bilirubin: Gallenfarbstoff; Endprodukt beim Abbau des roten Blutfarbstoffs.

Bindegewebe: das aus Bindegewebszellen u. aus Interzellularsubstanz bestehende Gewebe als Grundtyp der Körpergewebe; und zwar als Füllgewebe organfreier Räume, als Hüllgewebe (in Organkapseln), Gleitgewebe, Leitgewebe organeigener Gefäße u. Nerven, Gerüstgewebe der Organe (Stroma), als Speichergewebe (Fettgewebe) sowie als Muttergewebe der Stützgewebe (Knochen-, Knorpelgewebe).

Biopsie: Entnahme von Gewebe oder Zellen (sieheFeinnadelbiopsie) aus einem lebenden Organismus mittels eines Instrumentes (z. B. Spezialkanüle oder
Skalpell) zur mikroskopischen Untersuchung. Bezeichnung entweder nach der Art der Entnahmetechnik oder dem Entnahmeort. Besondere Bedeutung bei Gehirntumoren hat die stereotaktische Biopsie, bei der mit Hilfe einer feinen Nadel oder Zange auch tief liegendes Tumorgewebe schonend und sicher gewonnen werden kann.

Bisphosphonate: die modernen Bisphosphonate sind die derzeit aktivsten Hemmer des Knochenabbaus. Sie bieten neben ihrer Wirksamkeit bei der Tumorhyperkalzämie auch eine gute knochenschützende und schmerzstillende Wirkung. Wenn bereits Metastasen vorhanden sind, verzögern Bisphosphonate die Folgemanifestationen und die knöchernen Komplikationen.

Blase: siehe Harnblase.

Blastenschub: myeloische Blastenkrise, CML-BC-Leukozytose mit Vorherrschen von (Para-)Myeloblasten in Blut u. Knochenmark ("myeloblastisches Knochenmark") bei Übergang einer chronischen myeloischen Leukämie (CML) in das akute Stadium. Abzugrenzen ist ein lymphatischer Blastenschub, der bei einer CML auch auftreten kann.

Blutarmut: siehe Anämie

Blutausstrich: gleichmäßige dünne Verteilung eines Tropfen frischen Blutes auf einem Objektträger zur mikroskopischen Untersuchung. Der Ausstrich dient zur Differenzierung von Blutzellen.

Blutbild: Ergebnisse der aus einer Blutprobe gewonnen Resultate durch Auszählung der Zellzahlen (Blutausstrich) von verschiedenen kernhaltigen Blutbestandteilen (Blutplättchen, rote und weiße Blutkörperchen und deren Vorstufen). Die Angaben erfolgen zumeist in Prozent.

Blut bildende Zellen: Die Entwicklung von Blutzellen beginnt im Knochenmark aus einer so genannten pluripotenten Stammzelle. Aus diesen Stammzellen entwickeln sich auf verschiedenen Wegen später die roten Blutkörperchen (Erythrozyten) und die weißen Blutkörperchen (Leukozyten) sowie die Blutplättchen (Thrombozyten).

Bluter: Bluterkrankheit (Hämophilie). Bezeichnung für eine Reihe von Erkrankungen, bei denen es zu einer Störung der Blutgerinnung kommt. Die Erkrankung kann in verschiedenen Variationen und Ausprägungen auftreten und erfordert zumeist eine lebenslange Behandlung.

Blutgerinnung: das Erstarren des flüssigen Blutes als physiologischer Schutzmechanismus gegen Blutverluste,
d. h. als Mechanismus der Blutstillung bei Verletzung (und gleichzeitig als Faktor der Wundheilung u. Infektionsabwehr). Ein komplexer u. in Phasen ablaufender Vorgang, der zur Bildung von unlöslichem Fibrin aus dem im Blutplasma vorhandenen Fibrinogen führt und der – in Zusammenwirken mit Kalziumionen – vom Thrombin katalysiert wird. An dem Geschehen sind ca. 30 Faktoren beteiligt, darunter die Blutgerinnungsfaktoren des Blutplasmas (Faktor I bis XIII; in aktivierter Form gekennzeichnet durch den Zusatz "a", z. B. XIIa) u. zahlreiche, mit arabischen Ziffern nummerierte Thrombozytenfaktoren, die in einem inneren u. einem – schneller wirksamen – äußeren (Intrinsic- bzw. Extrinsic-)System am Zustandekommen der Gerinnsel zusammenwirken.

Blut-Hirn-Schranke: bei Bedarf durchlässige Schranke zwischen Blut und Hirnsubstanz. Sie ist eine Schutzeinrichtung, die schädliche Stoffe von den Nervenzellen abhält.

Bluthochdruck: siehe Hypertonie.

Blutkörperchen, rote: siehe
Erythrozyt.

Blutsenkungsgeschwindigkeit (BSG): Geschwindigkeit, mit der sich feste Blutbestandteile (rote und weiße Blutkörperchen) von nicht festen (Serum) trennen. Unspezifisches Maß für Entzündungen im Körper.

Bluttransfusion: siehe Transfusion.

Brachytherapie: die interstitielle Brachytherapie ist eine lokale Strahlenbehandlung, bei der ionisierende Strahlungsquellen in das Tumorgewebe selbst eingebracht werden. Heute wird als Strahlenquelle üblicherweise Jod 125 verwendet. Normalerweise wird die Strahlenquelle im Rahmen eines stereotaktischen Eingriffs schonend in das Tumorgewebe eingebracht.

Brustaufbau: 1) individuell modellierter Brustkörperersatz, der im Büstenhalter getragen wird, zur Wiederherstellung der Körperkonturen nach Mastektomie; zur Erstversorgung aus Baumwolle, später zur Dauerversorgung aus hautähnlichem Silikon.
2) Brustimplantat: Endoprothese zum Wiederaufbau der Mamma nach Mastektomie; es handelt sich meist um schlaffe Silikonkapseln mit Gelkern u. festen Hüllen oder um auffüllbare Modelle; die Implantation kann retromammär (epipektoral) oder subpektoral (besonders nach Mastektomie, bei der ein Hautexpander gleich eingelegt werden kann, um das Gewebe vorzudehnen) erfolgen. – Nach weltweit millionenfacher Implantation von Silikonendoprothesen wurden Komplikationen registriert (vor allem die verunstaltende Kapselfibrose, Auslaufen des Kapselinhaltes bei Implantaten mit dünner Hülle), so dass vermehrt wieder auf Verfahren zur plastischen Rekonstruktion der Brust aus körpereigenem Gewebe zurückgegriffen wird (Lappenplastik). Bei der subpektoralen Implantation einer Silikonprothese soll die Komplikationsrate geringer sein als bei der epipektoralen Implantation.

Brustbein (Sternum): verlängerter, abgeflachter Knochen an der Vorderseite des Brustkorbs. Am oberen Ende setzen die Schlüsselbeinknochen an und in der Mitte sind die ersten sieben Rippenpaare mit dem Sternum verbunden.

Brustkrebs: siehe Mammakarzinom.

Brustmuskel: die Muskeln des Brustkorbs, im engeren Sinn die Musculi pectorales. Pectoralis (latein. = pectus, pectoris) zur Brust gehörend, z.B. Musculus pec.

B-Zelle: Synonym für B-Lymphozyten: siehe Lymphozyten.

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