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Beckenkamm:
Oberrand des Beckenknochens.
Benigne: gutartig.
Bestrahlung:
siehe Strahlentherapie.
Bilirubin: Gallenfarbstoff;
Endprodukt beim Abbau des roten Blutfarbstoffs.
Bindegewebe:
das aus Bindegewebszellen u. aus Interzellularsubstanz
bestehende Gewebe als Grundtyp der Körpergewebe; und zwar als Füllgewebe
organfreier Räume, als Hüllgewebe (in Organkapseln), Gleitgewebe, Leitgewebe
organeigener Gefäße u. Nerven, Gerüstgewebe der Organe (Stroma), als Speichergewebe
(Fettgewebe) sowie als Muttergewebe der Stützgewebe (Knochen-, Knorpelgewebe).
Biopsie: Entnahme
von Gewebe oder Zellen (siehe Feinnadelbiopsie)
aus einem lebenden Organismus mittels eines Instrumentes (z. B. Spezialkanüle
oder
Skalpell)
zur mikroskopischen Untersuchung. Bezeichnung entweder nach der Art der
Entnahmetechnik oder dem Entnahmeort. Besondere Bedeutung bei Gehirntumoren
hat die stereotaktische Biopsie, bei der mit Hilfe einer feinen Nadel
oder Zange auch tief liegendes Tumorgewebe schonend und sicher gewonnen
werden kann.
Bisphosphonate:
die modernen Bisphosphonate sind die derzeit
aktivsten Hemmer des Knochenabbaus. Sie bieten neben ihrer Wirksamkeit
bei der Tumorhyperkalzämie auch eine gute knochenschützende und schmerzstillende
Wirkung. Wenn bereits Metastasen vorhanden sind, verzögern Bisphosphonate
die Folgemanifestationen und die knöchernen Komplikationen.
Blase: siehe
Harnblase.
Blastenschub:
myeloische Blastenkrise, CML-BC-Leukozytose
mit Vorherrschen von (Para-)Myeloblasten in Blut u. Knochenmark ("myeloblastisches
Knochenmark") bei Übergang einer chronischen myeloischen Leukämie (CML)
in das akute Stadium. Abzugrenzen ist ein lymphatischer Blastenschub,
der bei einer CML auch auftreten kann.
Blutarmut: siehe
Anämie
Blutausstrich:
gleichmäßige dünne Verteilung eines Tropfen
frischen Blutes auf einem Objektträger zur mikroskopischen Untersuchung.
Der Ausstrich dient zur Differenzierung von Blutzellen.
Blutbild: Ergebnisse
der aus einer Blutprobe gewonnen Resultate durch Auszählung der Zellzahlen
(Blutausstrich) von verschiedenen kernhaltigen Blutbestandteilen (Blutplättchen,
rote und weiße Blutkörperchen und deren Vorstufen). Die Angaben erfolgen
zumeist in Prozent.
Blut bildende
Zellen: Die Entwicklung von Blutzellen
beginnt im Knochenmark aus einer so genannten pluripotenten Stammzelle.
Aus diesen Stammzellen entwickeln sich auf verschiedenen Wegen später
die roten Blutkörperchen (Erythrozyten) und die weißen Blutkörperchen
(Leukozyten) sowie die Blutplättchen (Thrombozyten).
Bluter: Bluterkrankheit
(Hämophilie). Bezeichnung für eine Reihe von Erkrankungen, bei denen es
zu einer Störung der Blutgerinnung kommt. Die Erkrankung kann in verschiedenen
Variationen und Ausprägungen auftreten und erfordert zumeist eine lebenslange
Behandlung.
Blutgerinnung:
das Erstarren des flüssigen Blutes als physiologischer
Schutzmechanismus gegen Blutverluste,
d. h. als Mechanismus der Blutstillung bei Verletzung (und gleichzeitig
als Faktor der Wundheilung u. Infektionsabwehr). Ein komplexer u. in Phasen
ablaufender Vorgang, der zur Bildung von unlöslichem Fibrin aus dem im
Blutplasma vorhandenen Fibrinogen führt und der – in Zusammenwirken
mit Kalziumionen – vom Thrombin katalysiert wird. An dem Geschehen
sind ca. 30 Faktoren beteiligt, darunter die Blutgerinnungsfaktoren des
Blutplasmas (Faktor I bis XIII; in aktivierter Form gekennzeichnet durch
den Zusatz "a", z. B. XIIa) u. zahlreiche, mit arabischen Ziffern nummerierte
Thrombozytenfaktoren, die in einem inneren u. einem – schneller
wirksamen – äußeren (Intrinsic- bzw. Extrinsic-)System am Zustandekommen
der Gerinnsel zusammenwirken.
Blut-Hirn-Schranke:
bei Bedarf durchlässige Schranke zwischen Blut
und Hirnsubstanz. Sie ist eine Schutzeinrichtung, die schädliche Stoffe
von den Nervenzellen abhält.
Bluthochdruck:
siehe Hypertonie.
Blutkörperchen,
rote: siehe
Erythrozyt.
Blutsenkungsgeschwindigkeit
(BSG): Geschwindigkeit, mit der sich
feste Blutbestandteile (rote und weiße Blutkörperchen) von nicht festen
(Serum) trennen. Unspezifisches Maß für Entzündungen im Körper.
Bluttransfusion:
siehe Transfusion.
Brachytherapie:
die interstitielle Brachytherapie ist eine lokale
Strahlenbehandlung, bei der ionisierende Strahlungsquellen in das Tumorgewebe
selbst eingebracht werden. Heute wird als Strahlenquelle üblicherweise
Jod 125 verwendet. Normalerweise wird die Strahlenquelle im Rahmen eines
stereotaktischen Eingriffs schonend in das Tumorgewebe eingebracht.
Brustaufbau:
1) individuell modellierter Brustkörperersatz,
der im Büstenhalter getragen wird, zur Wiederherstellung der Körperkonturen
nach Mastektomie; zur Erstversorgung aus Baumwolle, später zur Dauerversorgung
aus hautähnlichem Silikon.
2) Brustimplantat: Endoprothese zum Wiederaufbau der Mamma nach Mastektomie;
es handelt sich meist um schlaffe Silikonkapseln mit Gelkern u. festen
Hüllen oder um auffüllbare Modelle; die Implantation kann retromammär
(epipektoral) oder subpektoral (besonders nach Mastektomie, bei der ein
Hautexpander gleich eingelegt werden kann, um das Gewebe vorzudehnen)
erfolgen. – Nach weltweit millionenfacher Implantation von Silikonendoprothesen
wurden Komplikationen registriert (vor allem die verunstaltende Kapselfibrose,
Auslaufen des Kapselinhaltes bei Implantaten mit dünner Hülle), so dass
vermehrt wieder auf Verfahren zur plastischen Rekonstruktion der Brust
aus körpereigenem Gewebe zurückgegriffen wird (Lappenplastik). Bei der
subpektoralen Implantation einer Silikonprothese soll die Komplikationsrate
geringer sein als bei der epipektoralen Implantation.
Brustbein (Sternum):
verlängerter, abgeflachter Knochen an der Vorderseite
des Brustkorbs. Am oberen Ende setzen die Schlüsselbeinknochen an und
in der Mitte sind die ersten sieben Rippenpaare mit dem Sternum verbunden.
Brustkrebs:
siehe Mammakarzinom.
Brustmuskel:
die Muskeln des Brustkorbs, im engeren Sinn die
Musculi pectorales. Pectoralis (latein. = pectus, pectoris) zur Brust gehörend,
z.B. Musculus pec.
B-Zelle: Synonym
für B-Lymphozyten: siehe
Lymphozyten.
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