Freitag, 10. September 2010

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Caecum: Blinddarm: ersterTeil des Dickdarms, enthält den Appendix (Wurmfortsatz).

Carcinoma in situ: Ca. in situ (CIS, Ca. praeinvasivum, präinvasives Karzinom, intraepitheliale Neoplasie, Ca. endoepidermale, Oberflächenkarzinom) eine histologisch nachweisbare Proliferation atypischer Zellen, die im Epithelverband (intraepithelial) bzw. im ursprünglichen Gewebskompartiment (in situ) liegen, die zytologischen Merkmale der Malignität (z.B. Zellpolymorphie, verschobene Kern-Plasma-Relation, Zunahme der Kerndichte) und gewebliche Differenzierungsstörungen zeigen; ist aber noch durch eine Basalmembran vom gefäßführenden Stroma abgegrenzt (u. daher nicht zur Metastasierung befähigt). Der Übergang in ein invasives Karzinom ist möglich, kann aber Jahre bis Jahrzehnte dauern. Ein Ca. in situ kommt vor z.B. an Portio (Gebärmutterhals), Kehlkopf, Glans penis, Bronchien, Mundschleimhaut; als duktales bzw. lobuläres Ca. in situ der Mamma (CDIS, CLIS); als intratubuläre Neoplasie des Hodens (TIN); als vulväre intraepitheliale Neoplasie (VIN); als typische Plattenepithel-Dysplasien z.B. die Bowen Krankheit u. die Erythroplasie Queyrat.

CD: Abk. für (engl.) cluster of differentiation; Bezeichnung für Oberflächenmoleküle (Antigene) von Leukozyten, Thrombozyten und anderen Blutzellen, die systematisch in Gruppen (clusters) erfasst und funktionell, biochemisch sowie genetisch aufgeschlüsselt werden. Es sind zur Zeit weit über 100
CD-Eiweiße bekannt, deren genaue Funktion nicht immer klar ist.

CD4-Zellzahl: immunologischer Verlaufsparameter bei HIV-Erkrankungen. Verhältnis von Helfer- zu Suppressorzellen. Je niedriger das Verhältnis ist, umso geringer wird die Fähigkeit des Immunsystems, seine Abwehraufgaben wahrzunehmen.

Chemoembolisation: Verschluss eines zum Tumor führenden Gefäßes durch Teilchen, die mit Medikamenten beladen sind.

Chemotherapie: Allgemein wird unter Chemotherapie die Hemmung von Infektionserregern oder Tumorzellen im Organismus durch Verwendung von Medikamenten verstanden. Da diese sogenannten zytostatischen Medikamente hoch wirksam sind, muss bei der Herstellung strengstens auf höchste Reinheit geachtet werden. Prinzipiell können zytostatische Medikamente aus Pflanzen und aus anderen Naturstoffen gewonnen und aufgereinigt oder durch chemische Synthesen hergestellt werden. Für die Wirksamkeit und die Gefährlichkeit dieser Medikamente spielt die Herkunft eine untergeordnete Rolle. Bei Tumorpatienten versteht man unter Chemotherapie in der Regel die Behandlung mit zytostatischen Medikamenten.

Chimär: Individuum, das aus genetisch verschiedenen Geweben zusammengesetzt ist, z. B. als Folge einer somatischen Mutation, im weiteren Sinn auch nach heteroplast. Transplantationen zwischen Keimen verschiedener Arten. – Bei zweieiigen Zwillingen kommen "Blutchimären" (Blutgruppenchimären) vor, infolge Übertragung von Blutstammzellen durch Gefäßanastomosen während der Embryonalentwicklung.

Chromosom: stäbchen- oder hakenförmige, membranlose Gebilde, die in arteigener (= artspezifischer) Form, innerer Struktur u. Zahl (Chromosomensatz) als wesentlicher Bestandteil jeden Zellkerns vorkommen, u. zwar in den Körperzellen des Menschen, der Tiere u. der höheren Pflanzen paarweise, wobei die Paarpartner weitestgehend formidentisch u. – bei gleicher Aufeinanderfolge der Genorte = Genloci – strukturidentisch sind (= homologe Ch.), dagegen in Geschlechtszellen in der Einzahl (s. a. Autosomen, Gonosomen). Sie bestehen aus DNS u. Proteinen u. stellen die Träger des Erbgutes, d. h. der genetischen Information dar, die auf der Doppelhelix der Desoxyribonucleinsäure (DNS) festgelegt ist. Im Normalzustand differenzierter Gewebe steuern sie mit Hilfe der in ihnen vorhandenen DNS-Sequenzen (Gene) die genetisch festgelegten Stoffwechselleistungen der Zelle. Erst bei der Kernteilung (Mitose) werden sie infolge Verdichtung (=Kondensation) des Chromatins in den charakteristischen Strukturen erkennbar. Die artspezifische Chromosomenzahl beträgt - im diploiden Chromosomensatz der somatischen Zellen - beim Menschen 46. Ihre Feinstruktur zeigt eine lange DNS-Doppelhelix, die in typischer Weise mehrfach gefaltet ist u. so optische Untereinheiten des Chromosoms bildet.

Chronisch: langsam verlaufend, sich langsam entwickelnd (im Gegensatz zu akut).

CML: chronisch myeloische
Leukämie. Leukämie mit Häufung im mittleren Lebensalter (83% zwischen 20 u. 60 Jahren); in den meisten Fällen ist das – erworbene – Philadelphia-Chromosom nachweisbar. Verlauf: schleichender Beginn; Behandlung durch Interferon (iterativ oder kombiniert). Neuerdings sehr gute Erfolge mit Interferon. Weitere Behandlungen mit Strahlentherapie (v. a. Milzbestrahlung) u. Zytostatika (v. a. Hydroxyurea) ebenfalls in Kombination mit Interferon. Eventuell Knochenmarktransplantation möglich; endet im Blastenschub (siehe Myeloblasten-schub).

Colon: Dickdarm.

Colon ascendens: aufsteigender Teil des Dickdarms.

Colon descendens: absteigender Teil des Dickdarms.

Colon sigmoideum: Sigma-Darm.

Colon transversum: querverlaufender Teil des Dickdarms.

Computertomographie (CT): computergestütztes röntgendiagnostisches Verfahren zur Herstellung von Schnittbildern (Tomogramme, Quer- und Längsschnitte) des menschlichen Körpers. Die Bilder errechnet der Computer mit Hilfe von Röntgenstrahlen, die durch die zu untersuchende Schicht hindurchgeschickt werden.

Corium: Lederhaut; ist zwischen Ober- und Unterhaut gelagert.

Cystadenokarzinom: Adenokarzinom mit zystischer Ausweitung der atypischen Drüsenschläuche.

C-Zellen: Hormon produzierende Zellen, die im Schilddrüsengewebe zwischen den Schilddrüsenhormon produzierenden Schilddrüsenfollikeln liegen. Sie produzieren Calcitonin und sind an der Regulation des Kalziumstoffwechsels beteiligt.

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