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Caecum: Blinddarm:
ersterTeil des Dickdarms, enthält den Appendix (Wurmfortsatz).
Carcinoma in
situ: Ca. in situ (CIS, Ca. praeinvasivum,
präinvasives Karzinom, intraepitheliale Neoplasie, Ca. endoepidermale,
Oberflächenkarzinom) eine histologisch nachweisbare Proliferation atypischer
Zellen, die im Epithelverband (intraepithelial) bzw. im ursprünglichen
Gewebskompartiment (in situ) liegen, die zytologischen Merkmale der Malignität
(z.B. Zellpolymorphie, verschobene Kern-Plasma-Relation, Zunahme der Kerndichte)
und gewebliche Differenzierungsstörungen zeigen; ist aber noch durch eine
Basalmembran vom gefäßführenden Stroma abgegrenzt (u. daher nicht zur
Metastasierung befähigt). Der Übergang in ein invasives Karzinom ist möglich,
kann aber Jahre bis Jahrzehnte dauern. Ein Ca. in situ kommt vor z.B.
an Portio (Gebärmutterhals), Kehlkopf, Glans penis, Bronchien, Mundschleimhaut;
als duktales bzw. lobuläres Ca. in situ der Mamma (CDIS, CLIS); als intratubuläre
Neoplasie des Hodens (TIN); als vulväre intraepitheliale Neoplasie (VIN);
als typische Plattenepithel-Dysplasien z.B. die Bowen Krankheit u. die
Erythroplasie Queyrat.
CD: Abk.
für (engl.) cluster of differentiation; Bezeichnung für Oberflächenmoleküle
(Antigene) von Leukozyten, Thrombozyten und anderen Blutzellen, die systematisch
in Gruppen (clusters) erfasst und funktionell, biochemisch sowie genetisch
aufgeschlüsselt werden. Es sind zur Zeit weit über 100
CD-Eiweiße bekannt, deren genaue Funktion nicht immer klar ist.
CD4-Zellzahl: immunologischer
Verlaufsparameter bei HIV-Erkrankungen. Verhältnis von Helfer- zu Suppressorzellen.
Je niedriger das Verhältnis ist, umso geringer wird die Fähigkeit des
Immunsystems, seine Abwehraufgaben wahrzunehmen.
Chemoembolisation:
Verschluss eines zum Tumor führenden Gefäßes
durch Teilchen, die mit Medikamenten beladen sind.
Chemotherapie:
Allgemein wird unter Chemotherapie die Hemmung
von Infektionserregern oder Tumorzellen im Organismus durch Verwendung
von Medikamenten verstanden. Da diese sogenannten zytostatischen Medikamente
hoch wirksam sind, muss bei der Herstellung strengstens auf höchste Reinheit
geachtet werden. Prinzipiell können zytostatische Medikamente aus Pflanzen
und aus anderen Naturstoffen gewonnen und aufgereinigt oder durch chemische
Synthesen hergestellt werden. Für die Wirksamkeit und die Gefährlichkeit
dieser Medikamente spielt die Herkunft eine untergeordnete Rolle. Bei
Tumorpatienten versteht man unter Chemotherapie in der Regel die Behandlung
mit zytostatischen Medikamenten.
Chimär: Individuum,
das aus genetisch verschiedenen Geweben zusammengesetzt ist, z. B. als
Folge einer somatischen Mutation, im weiteren Sinn auch nach heteroplast.
Transplantationen zwischen Keimen verschiedener Arten. – Bei zweieiigen
Zwillingen kommen "Blutchimären" (Blutgruppenchimären) vor, infolge Übertragung
von Blutstammzellen durch Gefäßanastomosen während der Embryonalentwicklung.
Chromosom: stäbchen-
oder hakenförmige, membranlose Gebilde, die in arteigener (= artspezifischer)
Form, innerer Struktur u. Zahl (Chromosomensatz) als wesentlicher Bestandteil
jeden Zellkerns vorkommen, u. zwar in den Körperzellen des Menschen, der
Tiere u. der höheren Pflanzen paarweise, wobei die Paarpartner weitestgehend
formidentisch u. – bei gleicher Aufeinanderfolge der Genorte = Genloci
– strukturidentisch sind (= homologe Ch.), dagegen in Geschlechtszellen
in der Einzahl (s. a. Autosomen, Gonosomen). Sie bestehen aus DNS u. Proteinen
u. stellen die Träger des Erbgutes, d. h. der genetischen Information
dar, die auf der Doppelhelix der Desoxyribonucleinsäure (DNS) festgelegt
ist. Im Normalzustand differenzierter Gewebe steuern sie mit Hilfe der
in ihnen vorhandenen DNS-Sequenzen (Gene) die genetisch festgelegten Stoffwechselleistungen
der Zelle. Erst bei der Kernteilung (Mitose) werden sie infolge Verdichtung
(=Kondensation) des Chromatins in den charakteristischen Strukturen erkennbar.
Die artspezifische Chromosomenzahl beträgt - im diploiden Chromosomensatz
der somatischen Zellen - beim Menschen 46. Ihre Feinstruktur zeigt eine
lange DNS-Doppelhelix, die in typischer Weise mehrfach gefaltet ist u.
so optische Untereinheiten des Chromosoms bildet.
Chronisch: langsam
verlaufend, sich langsam entwickelnd (im Gegensatz zu akut).
CML: chronisch
myeloische
Leukämie.
Leukämie mit Häufung im mittleren Lebensalter (83% zwischen 20 u. 60 Jahren);
in den meisten Fällen ist das – erworbene – Philadelphia-Chromosom
nachweisbar. Verlauf: schleichender Beginn; Behandlung durch Interferon
(iterativ oder kombiniert). Neuerdings sehr gute Erfolge mit Interferon.
Weitere Behandlungen mit Strahlentherapie (v. a. Milzbestrahlung) u. Zytostatika
(v. a. Hydroxyurea) ebenfalls in Kombination mit Interferon. Eventuell
Knochenmarktransplantation möglich; endet im Blastenschub (siehe Myeloblasten-schub).
Colon: Dickdarm.
Colon ascendens:
aufsteigender Teil des Dickdarms.
Colon descendens:
absteigender Teil des Dickdarms.
Colon sigmoideum:
Sigma-Darm.
Colon transversum:
querverlaufender Teil des Dickdarms.
Computertomographie
(CT): computergestütztes röntgendiagnostisches
Verfahren zur Herstellung von Schnittbildern (Tomogramme, Quer- und Längsschnitte)
des menschlichen Körpers. Die Bilder errechnet der Computer mit Hilfe
von Röntgenstrahlen, die durch die zu untersuchende Schicht hindurchgeschickt
werden.
Corium:
Lederhaut; ist zwischen Ober- und Unterhaut
gelagert.
Cystadenokarzinom:
Adenokarzinom mit zystischer Ausweitung der
atypischen Drüsenschläuche.
C-Zellen: Hormon
produzierende Zellen, die im Schilddrüsengewebe zwischen den Schilddrüsenhormon
produzierenden Schilddrüsenfollikeln liegen. Sie produzieren Calcitonin
und sind an der Regulation des Kalziumstoffwechsels beteiligt.
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