Freitag, 10. September 2010

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Echokardiogramm (EKG): EKG steht für Elektrokardiogramm oder Herzstromkurve. Hier werden die elektrischen Ströme, die bei der Erregungsausbreitung und Rückbildung im Herz entstehen, aufgezeichnet. Anhand dieser Kurvenbilder können Störungen am Herzen erkannt werden.

Echokardiographie: Eine verbreitete Untersuchungsmethode des Herzens mittels Ultraschall, bei der keine Strahlenbelastung
auftritt.

Eisen: biochemisch wesentliches Element für die Oxidationsabläufe in der Zelle, für Sauerstoffspeicherung und Sauerstofftransport (siehe Hämoglobin).

Elektroenzephalogramm (EEG): schmerzlose Methode zur Untersuchung der Hirnstromwellen mit Hilfe von Elektroden, die auf der Kopfhaut angebracht werden.

ELISA-Test: spezifischer Antikörper- Antigensuchtest im Blut zur Erkennung von Erkrankungen.

Emotion: Gefühl, Gemütsregung.

En-bloc: französisch, als Ganzes; gemeint ist hier die Operation des Darms mit den Lymphknoten und Gefäßen.

Endogen: im Körper selbst, im Körperinneren entstehend, von innen kommend.

Endokrin: in das Blut absondernd. Die Schilddrüse ist z. B. eine Drüse, die ihre Hormone endokrin absondert.

Endokrine Therapie: Hormontherapie.

Endokrinologie: Lehre von der Funktion der Hormondrüsen – z. B. der Hirnanhangsdrüse – und der Hormone.

Endoprothese: Knochen- oder Gelenkersatz aus körperfremdem, nicht biologischem, aber gewebefreundlichem Material zur Einpflanzung in das Körperinnere.

Endoskop: flexibles Gerät mit Fiberglasoptik zur Durchführung von Spiegelungen.

Endoskopie: Ausleuchtung und Inspektion von Hohlräumen mit Hilfe eines Endoskops mit der Möglichkeit einer Gewebeprobeentnahme sowie zur Durchführung kleinerer operativer Eingriffe unter optischer Kontrolle.

Entartet: Degeneration; als maligne Entartung = die Umwandlung eines primär gutartigen Gewebes in einen bösartigen Tumor.

Enteral: auf den Darm bzw. die Eingeweide bezogen.

Enzyme: Eiweißstoffe im menschlichen Körper, die ganz verschiedene Aufgaben haben. Enzymgemische werden z. B. von der Magen-Darm-Schleimhaut, von Leber, Galle und Bauchspeicheldrüse produziert und dienen der Zerkleinerung bzw. Verarbeitung der Nahrungsstoffe.

Eosinophile: weiße Blutkörperchen,
die kleine hellrot gefärbte Zelleinschlüsse
aufweisen.

Ependymom: Untergruppe der Gliome, aus Zellen der Wand der Gehirnkammern.

Ependymzellen: Stützzellen, die sich in der Wand der Gehirnkammern befinden.

Epidermis: Oberhaut; darunter liegen die Leder- und die Unterhaut.

Epileptische Anfälle: durch plötzliche Entladungen von Nervenzellen im Gehirn auftretende Störungen, die sich häufig in Zuckungen bzw. Krämpfen einzelner Körperteile äußern. Bei einem so genannten großen Anfall kommt es zum Bewusstseinsverlust.

Epiphyse: die "Knochenepiphyse", das zunächst vollknorpelige (Cartilago epiphysialis) Gelenkende eines Röhrenknochens mit dem sich darin entwickelnden Knochenkern; ist zunächst durch die Epiphysenfuge von der Diaphyse getrennt, nach Epiphysenschluss mit ihr unter gemeinsamer Markraumbildung knöchern verwachsen.

Epithel: oberste Zellschicht des Haut- und Schleimhautgewebes.

Epithelgewebe: ein- oder mehrschichtiger Zellverband, der die innere oder äußere Körperoberfläche bedeckt.

Epithelial: zur obersten Zellschicht des Haut- und Schleimhautgewebes gehörend.

Epithese: individuell modelliertes Ersatzstück aus Kunststoff zur Deckung von Oberflächendefekten, insbesondere im Gesicht, das in der Regel nur an den Körper angelegt oder aufgeklebt wird.

Erbgut: Gesamtheit der Erbinformation eines Organismus.

Erbsubstanz: Trägerin der Erbinformation, also des „Bauplans“ aller Körperzellen. Sie ist vorwiegend im Zellkern vorhanden.

ERCP: Abkürzung für endoskopisch-retrograde Cholangio-Pankreatikographie; Darstellung der Gallenblase bzw. der Gallengänge (Cholangiographie) und/oder des Pankreasgangs (Pankreatikographie) mittels Röntgenkontrastmittels. Dabei wird das Kontrastmittel unter Röntgenkontrolle durch die Mündung des in den Zwölffingerdarm führenden Gallen- und/oder Pankreasganges sozusagen rückwärts (retrograd) zur üblichen Flussrichtung des Gallensaftes eingebracht.

Ergotherapie: zusammenfassende Bezeichnung für Beschäftigungs- und Arbeitstherapie. Die Ergotherapie findet Anwendung zur Behandlung von Störungen der Bewegungsvorgänge (Motorik), der Sinnesorgane und der geistigen und psychischen Fähigkeiten.

Erythem: entzündliche Rötung der Haut.

Erythropoietin: Erythropoietin (EPO) ist ein gentechnisch hergestelltes Medikament, das bereits vielen Nierenkranken und an Blutarmut leidenden Patienten geholfen hat. Es handelt sich um ein Zellwachstumshormon des Körpers. Bekannt wurde EPO durch die Dopingdiskussion im Leistungssport, obwohl das Medikament ursprünglich nicht dafür gedacht war und der Effekt der Leistungsverbesserung nicht bewiesen ist. Bei unsachgemäßer Benutzung besteht zudem die Gefahr erheblicher Nebenwirkungen.

Erythrozyt: das rote Blutkörperchen als reife, bei den Säugern kernlose (u. ohne Mitochondrien u. endoplasmatisches Retikulum), bei den übrigen Vertebraten kernhaltige Endform der Erythropoese; beim Menschen eine scheibenförmige Zelle mit zentraler Delle an der Ober- u. Unterseite u. dadurch in der Seitenansicht bikonkaver Form (s. a. Abb.). Hochspezialisierter korpuskulärer Bestandteil des Blutes ohne eigenen Atmungsstoffwechsel, der mit seinem Hämoglobin den Sauerstofftransport im Organismus vollzieht u. aktive ATP-abhängige Stoffwechselleistungen wie Methämoglobin-Reduktion, Kationenpumpe u. a. Membranfunktionen vollbringt. Die Lebensdauer beträgt unabhängig vom Alter 100 - 120 Tage (täglich Ersatz von ca. 0,8%, Blutmauserung). Bei Hypoxie erfolgt Kalziumionenvermehrung im Zellinnern u. Verformbarkeit u. Elastizität nehmen ab (dadurch Verschlechterung der Mikrozirkulation).

Erythrozytenkonzentrat: aus Vollblut nach Sedimentation der Erythrozyten und Abheben des überstehenden Plasmas gewonnenesTransfusionsmittel. Der Vorteil gegenüber der Vollblutkonserve besteht u. a. in einer geringeren Volumenzufuhr, weniger Sensibilisierung durch z. B. Leukozyten und Thrombozyten und höheren Effekten bei der Anämie-Behandlung.

Exogen: außerhalb des Organismus entstehend, von außen her in den Organismus eindringend.

Exokrin: griech., exo = außen und krin = (ab-)scheiden, -sondern; exokrine Drüsen geben ihre im Körper gebildeten Wirkstoffe (Sekrete) wie Enzyme nach außen z. B. an die Haut oder in den Darm ab.

Experimentell: auf wissenschaftlichen Versuchen beruhend.

Exponentiell: deutlich, nicht geradlinig gesteigert.

Exzision: operative Entfernung, Herausschneiden.

Exzisionsbiopsie: Entnahme einer Gewebeprobe, die das gesamte verdächtige Gebiet umfasst, mittels einer Schneidevorrichtung zur mikroskopischen Untersuchung.

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