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Pädiatrie:
Kinderheilkunde.
Pädiatrisch-onkologisches
Zentrum: Kinderklinik mit einer speziellen
Abteilung für die Behandlung krebskranker Kinder.
Palliativ: lindernd;
die palliative Therapie hat besondere Bedeutung, wenn die Heilung eines
Krebspatienten nicht mehr möglich ist. Im medizinischen Bereich stehen
eine intensive Schmerztherapie und die Kontrolle anderer krankheitsbedingter
Symptome im Vordergrund.
Palpation: Tastuntersuchung.
Pankreas: Bauchspeicheldrüse.
Pankreatektomie:
griech., ekte(a)mno = herausschneiden Entfernung
der Bauchspeicheldrüse.
Paracetamol:
Freiname für ein Medikament zur Schmerzbekämpfung
und Fiebersenkung.
Parameter: Messgröße.
Paraproteine:
1. monoklonale Immunglobuline, d. h. inkomplette
oder komplette Immunglobuline, die aus unkontrolliert vermehrten B-Zellen
eines Klons stammen. 2. von der normalen Eiweißstruktur abweichende oder
mit unzureichenden Methoden nicht eindeutig einzuordnende Proteine.
Parenteral:
unter Umgehung des Magen-Darm-Kanals, z. B.
intravenöse Ernährung.
Pathologe: Arzt,
der u. a. entnommenes Gewebe und Zellen auf krankhafte Veränderungen
untersucht.
Pathologie:
Lehre von den abnormen und krankhaften Veränderungen
im menschlichen Organismus, insbesondere von den Ursachen sowie Entstehung
und Entwicklung von Krankheiten und den dadurch hervorgerufenen organischen
Veränderungen und funktionellen Auswirkungen.
Pathologisch:
krankhaft.
PCR: Polymerase-Kettenreaktion.
Molekular-biologische Methode, mit deren Hilfe Stücke der Erbsubstanz
(DNS) millionenfach kopiert werden können.
Periduralanästhesie:
örtliche Betäubung, die über
einen zwischen Rückenmark und Wirbelsäulenkanal gelegenen Spalt
(Periduralraum) erfolgt.
Perirenal: die
Niere umgebend.
Perkutan: durch
die Haut, von außen.
Perniziöse Anämie:
besondere Form der Blutarmut aufgrund eines
Mangels in der Versorgung mit Vitamin B 12.
PET: Abkürzung
für Positronen-Emissions-Tomographie; (bisher selten durchgeführte)
Untersuchung, bei der über die Aufnahme einer radioaktiv markierten
Substanz und ihren nachfolgenden Stoffwechsel ein Bild des Körpers
oder einzelner Abschnitte angefertigt wird. Tumoren und/oder Metastasen
weisen meist einen gegenüber gesundem Gewebe erhöhten Stoffwechsel
auf und heben sich dadurch in dem tomographischen Bild vom gesunden Gewebe
ab.
Phänotyp:
Ausprägung von Merkmalen (Phänen)
beim Einzelwesen basierend auf dessen Erbanlage (Genotyp).
Phäochromozytom:
meist gutartige Erkrankung des Nebennierenmarks.
Pharmakologisch:
die Lehre von der Wirkung fremder und körpereigener
Stoffe auf den Organismus sowie der Nutzung bestimmter chemischer Stoffe
als Heilmittel (= Pharmaka).
Philadelphia-Chromosom:
Deletion des Chromosoms 22, wobei das Bruchstück
meist auf dem Chromosom 9 (Translokation) nachzuweisen ist; häufig
bei chronischer myeloischer Leukämie.
Physiologie/Physiologisch:
1) die Physiologie betreffend. Im weiteren Sinne:
die Wissenschaft von der belebten Natur (Antike). Im engeren Sinne: die
Wissenschaft von den normalen Lebensvorgängen, mit den Teilgebieten
Muskel-, Nerven(Neuro)-, Kreislauf-, Sinnes-, Arbeitsphysiologie etc.
Als heutiges Hochschulfach behandelt die Physiologie nach Abgliederung
der physiologischen Chemie (Biochemie) als eigenständiges Gebiet
mehr die biophysikalischen Vorgänge des Organismus.
2) Als normaler Lebensvorgang (und nicht pathologisch), natürlich.
Physiologische Chemie: medizinisches Lehrfach, das sich mit den chemischen
Vorgängen im gesunden und kranken Organismus befasst; heute als Biochemie
bezeichnet.
Physiotherapie:
Behandlung von Krankheiten mit naturgegebenen
Mitteln wie Wasser, Wärme, Licht und Luft.
Physisch: körperlich.
Pigmentation:
Einlagerung von Körperfarbstoffen in die
Zellen der Haut.
Pigmentmal:
Leberfleck, Muttermal. Zellformation, die vorwiegend
aus Pigment bildenden Zellen besteht.
Pille: umgangssprachlich
für orale Ovulationshemmer. Ovulationshemmer sind Östrogen-Gestagen-Präparat
mit Hemmwirkung auf die Ovulation durch Angriff an dem Hypothalamus-Hypophysenvorderlappen-System
(wahrsch. auch direkt am Ovar); ferner – als Gestageneffekt –
durch Herabsetzung der Permeabilität des Zervixschleims. Anwendung
vor allem als orale Kontrazeptiva (= Pille; nur 0-1 Versager auf 100 Frauenjahre
= Pearl Index), ferner bei Dysmenorrhö, prämenstruellem Syndrom,
Akne etc. u. zur Zyklusregulierung. Nebenwirkungen vor allem der höher
dosierten Präparate (50 g Ethinylestradiol; vgl. Mikropille):
Übelkeit, Gewichtszunahme (Wasserretention, Ödem), Brustspannung,
Müdigkeit, depressive Stimmung, Libidominderung (Gestageneffekt),
Beinvenenbeschwerden, Amenorrhö (evtl. erst bei Absetzen), veränderte
Serumwerte. Gefahren: Thromboembolie (Östrogen), Cholestase, Kohlenhydrat-
u. Fettstoffwechseländerungen, arterielle Hypertonie. Kontraindikation:
Leberschaden, Enzymopathie, Sichelzellanämie, Thromboembolien, Hypertonie,
schwere Migräne, Herz-Nieren-Leiden, hormonabhängiger Genitaltumor.
Placebo: wirkstofffreies,
äußerlich nicht vom Orginal unterscheidbares "Leer-" oder "Scheinmedikament".
Plasmazelle:
Plasmozyt. Die Plasmazelle ist die reifste Differenzierungsform
des B-Lymphozyten als Produzent von Antikörpern.
Plasmozytom:
multiples Myelom, Plasmom, Kahler(-Bozollo)
Krankheit. Systemerkrankung mit vermehrter Neubildung der Plasmazellen
und Bildung von Paraproteinen
bei erhöhtem Eiweißgehalt des Blutes. Es kann zur Nierenschädigung
(Plasmozytomniere) kommen. Fast stets treten multiple, meist scharf umschriebene
Herde im Skelett auf. Hier kommt es zur Auflösung und zum Abbau von
Knochensubstanz (Osteolyse).
Plastische
Operation: funktions- oder formverbessernde
Eingriffe. Die plastische Chirurgie beschäftigt sich mit der Verbesserung
von Körperformen und -funktionen und ist mit Kiefer- und Gesichtskorrekturen
Teil des Fachgebietes Mund-, Kiefer-, Gesichtschirurgie.
Platte Knochen:
die platten Knochen werden den röhren-
und zylinderförmigen Knochen gegenübergestellt. Zu den platten
Knochen gehören z. B. das Brustbein, der Beckenknochen und das Schulterblatt.
Plattenepithelkarzinom:
Karzinom, das Formationen aufweist, die an die
Zellschuppen der Haut erinnern.
Pneumokokken:
Bakterien, die u. a. Lungen-, Bauchfell-, Mittelohr-
und Nasennebenhöhlenentzündung auslösen.
Polychemotherapie:
Behandlung mit mehreren Chemotherapeutika; Kombinationsbehandlung
von Tumoren mit verschiedenen Zytostatika
mit unterschiedlichem Wirkungsmechanismus (z. B. um die Elimination resistenter
Zellen zu erreichen) und mit unterschiedlichen Nebenwirkungen (so dass die
Dosierung jedes einzelnen Zytostatikums möglichst hoch sein kann).
Polyklonal:
von mehreren Zellklonen produziert.
Polyp (des Dickdarms):
Gutartige Wucherung der Darmsschleimhaut, die
bösartig entarten kann.
Polypen: gutartige
Wucherungen.
Polyzyklische aromatische
Kohlenwasserstoffe: vom Benzol abgeleitete,
aus Kohlen- und Wasserstoffatomen bestehende Moleküle mit polyzyklischen
Strukturen (giftig!).
Postoperativ:
nach der Operation, nach der Operation auftretend,
einer Operation folgend.
Postoperative
Behandlung: Behandlung nach einer Operation.
Prädisponierend:
eine Krankheit begünstigend.
Präkanzerose:
Gewebeveränderung, die zu bösartiger
Entartung neigt bzw. als Vorstadium eines Krebses aufzufassen ist.
Präklinisch:
vorklinisch, vor der klinischen Behandlung.
Präoperativ:
vor der Operation.
Prävention:
vorbeugende Maßnahmen.
Präventiv:
vorbeugend.
Präzision:
Genauigkeit.
Primär: an
erster Stelle stehend, zuerst.
Primärerkrankung:
Erstmalig aufgetretene Krebserkrankung.
Primärtumor:
die zuerst entstandene Geschwulst, von der Metastasen
ausgehen können.
Progesteron:
Gelbkörperhormon, wichtigstes natürliches
Gestagen, das in Zusammenwirken mit bzw. nach vorheriger Einwirkung von
Östrogenen an der Regulation nahezu aller weiblichen Fortpflanzungsorgane
beteiligt ist.
Prognose: Vorhersage
eines Krankheitsverlaufes aufgrund kritischer Beurteilung des Gegenwärtigen.
Progression:
Fortschreiten der Krebserkrankung
Proliferation:
Vermehrung von Gewebe durch Sprossung oder Wucherung.
Prophylaxe:
Vorbeugung. Teil der Präventivmedizin;
individuelle u. generelle Maßnahmen zur Verhütung drohender Krankheiten
(z. B. Impfungen, passive Immunisierung, vorsorgl. Medikation bei Einreise
in Gefahrengebiete, Unfallverhütung etc.).
Prostata: die
aus 30-50 tubuloalveolären Drüsen (Glandulae prostaticae), elastischen
Elementen, glatten Muskelfasern und Bindegewebe bestehende "Vorsteherdrüse"
um die Pars prostatica der männlichen Harnröhre (beim Erwachsenen
etwa kastaniengroß), an der Basis mit Harnröhre und Samenbläschen
verbunden, ventral durch Ligamenta puboprostatica fixiert, vom Rektum
durch Septum rectovesicale u. Serosarudimente getrennt; unterteilt in
2 Seitenlappen, den diese verbindenden Isthmus (dorsal der Harnröhre)
u. einen Mittellappen (Lobus medius = Pars praeurethralis); von den –
beidseits des Utriculus prostaticus mündenden – Ductus ejaculatorii
durchzogen. Das milchig-schleimige, alkalische Sekret (normal mit Lecithinkörperchen,
einzelnen Leukozyten und Epithelzellen) stimuliert die Beweglichkeit der
Samenfäden.
Prostatahyperplasie,
benigne: gutartige Vergrößerung
der Vorsteherdrüse; typische Alterserkrankung.
Prostatektomie:
teilweise oder radikale Entfernung der Vorsteherdrüse.
Protein: weitverbreitete,
in tierischen u. pflanzlichen Zellen aus Aminosäuren durch Peptidbindungen
zusammengesetzte Naturstoffe, die charakteristische Ketten- u. Raumstrukturen
(Eiweißstruktur) bilden u. durchschnittlich aus 50% Kohlenstoff, 7% Wasserstoff,
16% Stickstoff, 20% Sauerstoff u. 2% Schwefel bestehen. Nach Größe
(Molekulargewicht) unterschieden als Oligopeptide (mit weniger als 10 Aminosäuren [As.]),
Polypeptide (mit 10 bis 100 As.) u. Proteine (Makropeptide; mit mehr als
100 As.). Nach ihrer Gestalt unterschieden in langgestreckte (fibrilläre)
Proteine, die als Stütz- u. Struktursubstanzen dienen (z. B. Keratin,
Kollagen, Elastin, Myosin), u. in kugelige (globuläre) Proteine (s.
a. Globulin, Albumin), die vielfältige Funktionen in Zellkern, -membran
u. Zytoplasma sowie in Körperflüssigkeiten (Plasmaproteine,
Immunglobuline, Peptid- u. Proteohormone, Enzyme) erfüllen oder dem
Sauerstofftransport dienen (Hämoglobin, Myoglobin).
Prothese (Stimmprothese):
durch das Einbringen einer wie ein Ventil funktionierenden
Prothese (spezielles Plastikröhrchen), die eine Verbindung zwischen
Rachen bzw. Speiseröhre und Luftröhre ermöglicht, kann
eine gut verständliche Stimme erzeugt werden. Beim Schlucken bleibt
das Ventil geschlossen, beim Ausatmen wird es geöffnet. So kann die
Luft in den Rachen zur Stimmerzeugung gelangen. Der Verschluss der Luftröhrenöffnung
(Tracheostoma) kann wie bei einem operativ angelegten Shunt durch den
Finger erfolgen; es gibt jedoch Sprechkanülen, die einigen Patienten
ein fingerfreies Sprechen ermöglichen.
Prothese: künstlicher
Ersatz eines amputierten, fehlenden Körperteils.
Proto-Onkogen:
Zelluläre Gene, deren Veränderung
Krebs verursacht.
PSA: Abkürzung
für prostataspezifisches Antigen; Tumormarker, der u. a. zur Früherkennung
von Prostatakrebs und bei der Nachsorge benutzt wird.
Psychisch: seelisch.
Punktion: Entnahme
von Flüssigkeiten aus dem Körper durch Einstich mit einer Hohlnadel
zu diagnostischen oder therapeutischen Zwecken.
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