Dienstag, 18. Juni 2013

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Pädiatrie: Kinderheilkunde.

Pädiatrisch-onkologisches Zentrum: Kinderklinik mit einer speziellen Abteilung für die Behandlung krebskranker Kinder.

Palliativ: lindernd; die palliative Therapie hat besondere Bedeutung, wenn die Heilung eines Krebspatienten nicht mehr möglich ist. Im medizinischen Bereich stehen eine intensive Schmerztherapie und die Kontrolle anderer krankheitsbedingter Symptome im Vordergrund.

Palpation: Tastuntersuchung.

Pankreas: Bauchspeicheldrüse.

Pankreatektomie: griech., ekte(a)mno = herausschneiden Entfernung der Bauchspeicheldrüse.

Paracetamol: Freiname für ein Medikament zur Schmerzbekämpfung und Fiebersenkung.

Parameter: Messgröße.

Paraproteine: 1. monoklonale Immunglobuline, d. h. inkomplette oder komplette Immunglobuline, die aus unkontrolliert vermehrten B-Zellen eines Klons stammen. 2. von der normalen Eiweißstruktur abweichende oder mit unzureichenden Methoden nicht eindeutig einzuordnende Proteine.

Parenteral: unter Umgehung des Magen-Darm-Kanals, z. B. intravenöse Ernährung.

Pathologe: Arzt, der u. a. entnommenes Gewebe und Zellen auf krankhafte Veränderungen untersucht.

Pathologie: Lehre von den abnormen und krankhaften Veränderungen im menschlichen Organismus, insbesondere von den Ursachen sowie Entstehung und Entwicklung von Krankheiten und den dadurch hervorgerufenen organischen Veränderungen und funktionellen Auswirkungen.

Pathologisch: krankhaft.

PCR: Polymerase-Kettenreaktion. Molekular-biologische Methode, mit deren Hilfe Stücke der Erbsubstanz (DNS) millionenfach kopiert werden können.

Periduralanästhesie: örtliche Betäubung, die über einen zwischen Rückenmark und Wirbelsäulenkanal gelegenen Spalt (Periduralraum) erfolgt.

Perirenal: die Niere umgebend.

Perkutan: durch die Haut, von außen.

Perniziöse Anämie: besondere Form der Blutarmut aufgrund eines Mangels in der Versorgung mit Vitamin B 12.

PET: Abkürzung für Positronen-Emissions-Tomographie; (bisher selten durchgeführte) Untersuchung, bei der über die Aufnahme einer radioaktiv markierten Substanz und ihren nachfolgenden Stoffwechsel ein Bild des Körpers oder einzelner Abschnitte angefertigt wird. Tumoren und/oder Metastasen weisen meist einen gegenüber gesundem Gewebe erhöhten Stoffwechsel auf und heben sich dadurch in dem tomographischen Bild vom gesunden Gewebe ab.

Phänotyp: Ausprägung von Merkmalen (Phänen) beim Einzelwesen basierend auf dessen Erbanlage (Genotyp).

Phäochromozytom: meist gutartige Erkrankung des Nebennierenmarks.

Pharmakologisch: die Lehre von der Wirkung fremder und körpereigener Stoffe auf den Organismus sowie der Nutzung bestimmter chemischer Stoffe als Heilmittel (= Pharmaka).

Philadelphia-Chromosom: Deletion des Chromosoms 22, wobei das Bruchstück meist auf dem Chromosom 9 (Translokation) nachzuweisen ist; häufig bei chronischer myeloischer Leukämie.

Physiologie/Physiologisch: 1) die Physiologie betreffend. Im weiteren Sinne: die Wissenschaft von der belebten Natur (Antike). Im engeren Sinne: die Wissenschaft von den normalen Lebensvorgängen, mit den Teilgebieten Muskel-, Nerven(Neuro)-, Kreislauf-, Sinnes-, Arbeitsphysiologie etc. Als heutiges Hochschulfach behandelt die Physiologie nach Abgliederung der physiologischen Chemie (Biochemie) als eigenständiges Gebiet mehr die biophysikalischen Vorgänge des Organismus.
2) Als normaler Lebensvorgang (und nicht pathologisch), natürlich.
Physiologische Chemie: medizinisches Lehrfach, das sich mit den chemischen Vorgängen im gesunden und kranken Organismus befasst; heute als Biochemie bezeichnet.

Physiotherapie: Behandlung von Krankheiten mit naturgegebenen Mitteln wie Wasser, Wärme, Licht und Luft.

Physisch: körperlich.

Pigmentation: Einlagerung von Körperfarbstoffen in die Zellen der Haut.

Pigmentmal: Leberfleck, Muttermal. Zellformation, die vorwiegend aus Pigment bildenden Zellen besteht.

Pille: umgangssprachlich für orale Ovulationshemmer. Ovulationshemmer sind Östrogen-Gestagen-Präparat mit Hemmwirkung auf die Ovulation durch Angriff an dem Hypothalamus-Hypophysenvorderlappen-System (wahrsch. auch direkt am Ovar); ferner – als Gestageneffekt – durch Herabsetzung der Permeabilität des Zervixschleims. Anwendung vor allem als orale Kontrazeptiva (= Pille; nur 0-1 Versager auf 100 Frauenjahre = Pearl Index), ferner bei Dysmenorrhö, prämenstruellem Syndrom, Akne etc. u. zur Zyklusregulierung. Nebenwirkungen vor allem der höher dosierten Präparate (50 g Ethinylestradiol; vgl. Mikropille): Übelkeit, Gewichtszunahme (Wasserretention, Ödem), Brustspannung, Müdigkeit, depressive Stimmung, Libidominderung (Gestageneffekt), Beinvenenbeschwerden, Amenorrhö (evtl. erst bei Absetzen), veränderte Serumwerte. Gefahren: Thromboembolie (Östrogen), Cholestase, Kohlenhydrat- u. Fettstoffwechseländerungen, arterielle Hypertonie. Kontraindikation: Leberschaden, Enzymopathie, Sichelzellanämie, Thromboembolien, Hypertonie, schwere Migräne, Herz-Nieren-Leiden, hormonabhängiger Genitaltumor.

Placebo: wirkstofffreies, äußerlich nicht vom Orginal unterscheidbares "Leer-" oder "Scheinmedikament".

Plasmazelle: Plasmozyt. Die Plasmazelle ist die reifste Differenzierungsform des B-Lymphozyten als Produzent von Antikörpern.

Plasmozytom: multiples Myelom, Plasmom, Kahler(-Bozollo) Krankheit. Systemerkrankung mit vermehrter Neubildung der Plasmazellen und Bildung von Paraproteinen bei erhöhtem Eiweißgehalt des Blutes. Es kann zur Nierenschädigung (Plasmozytomniere) kommen. Fast stets treten multiple, meist scharf umschriebene Herde im Skelett auf. Hier kommt es zur Auflösung und zum Abbau von Knochensubstanz (Osteolyse).

Plastische Operation: funktions- oder formverbessernde Eingriffe. Die plastische Chirurgie beschäftigt sich mit der Verbesserung von Körperformen und -funktionen und ist mit Kiefer- und Gesichtskorrekturen Teil des Fachgebietes Mund-, Kiefer-, Gesichtschirurgie.

Platte Knochen: die platten Knochen werden den röhren- und zylinderförmigen Knochen gegenübergestellt. Zu den platten Knochen gehören z. B. das Brustbein, der Beckenknochen und das Schulterblatt.

Plattenepithelkarzinom: Karzinom, das Formationen aufweist, die an die Zellschuppen der Haut erinnern.

Pneumokokken: Bakterien, die u. a. Lungen-, Bauchfell-, Mittelohr- und Nasennebenhöhlenentzündung auslösen.

Polychemotherapie: Behandlung mit mehreren Chemotherapeutika; Kombinationsbehandlung von Tumoren mit verschiedenen Zytostatika mit unterschiedlichem Wirkungsmechanismus (z. B. um die Elimination resistenter Zellen zu erreichen) und mit unterschiedlichen Nebenwirkungen (so dass die Dosierung jedes einzelnen Zytostatikums möglichst hoch sein kann).

Polyklonal: von mehreren Zellklonen produziert.

Polyp (des Dickdarms): Gutartige Wucherung der Darmsschleimhaut, die bösartig entarten kann.

Polypen: gutartige Wucherungen.

Polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe: vom Benzol abgeleitete, aus Kohlen- und Wasserstoffatomen bestehende Moleküle mit polyzyklischen Strukturen (giftig!).

Postoperativ: nach der Operation, nach der Operation auftretend, einer Operation folgend.

Postoperative Behandlung: Behandlung nach einer Operation.

Prädisponierend: eine Krankheit begünstigend.

Präkanzerose: Gewebeveränderung, die zu bösartiger Entartung neigt bzw. als Vorstadium eines Krebses aufzufassen ist.

Präklinisch: vorklinisch, vor der klinischen Behandlung.

Präoperativ: vor der Operation.

Prävention: vorbeugende Maßnahmen.

Präventiv: vorbeugend.

Präzision: Genauigkeit.

Primär: an erster Stelle stehend, zuerst.

Primärerkrankung: Erstmalig aufgetretene Krebserkrankung.

Primärtumor: die zuerst entstandene Geschwulst, von der Metastasen ausgehen können.

Progesteron: Gelbkörperhormon, wichtigstes natürliches Gestagen, das in Zusammenwirken mit bzw. nach vorheriger Einwirkung von Östrogenen an der Regulation nahezu aller weiblichen Fortpflanzungsorgane beteiligt ist.

Prognose: Vorhersage eines Krankheitsverlaufes aufgrund kritischer Beurteilung des Gegenwärtigen.

Progression: Fortschreiten der Krebserkrankung

Proliferation: Vermehrung von Gewebe durch Sprossung oder Wucherung.

Prophylaxe: Vorbeugung. Teil der Präventivmedizin; individuelle u. generelle Maßnahmen zur Verhütung drohender Krankheiten (z. B. Impfungen, passive Immunisierung, vorsorgl. Medikation bei Einreise in Gefahrengebiete, Unfallverhütung etc.).

Prostata: die aus 30-50 tubuloalveolären Drüsen (Glandulae prostaticae), elastischen Elementen, glatten Muskelfasern und Bindegewebe bestehende "Vorsteherdrüse" um die Pars prostatica der männlichen Harnröhre (beim Erwachsenen etwa kastaniengroß), an der Basis mit Harnröhre und Samenbläschen verbunden, ventral durch Ligamenta puboprostatica fixiert, vom Rektum durch Septum rectovesicale u. Serosarudimente getrennt; unterteilt in 2 Seitenlappen, den diese verbindenden Isthmus (dorsal der Harnröhre) u. einen  Mittellappen (Lobus medius = Pars praeurethralis); von den – beidseits des Utriculus prostaticus mündenden – Ductus ejaculatorii durchzogen. Das milchig-schleimige, alkalische Sekret (normal mit Lecithinkörperchen, einzelnen Leukozyten und Epithelzellen) stimuliert die Beweglichkeit der Samenfäden.

Prostatahyperplasie, benigne: gutartige Vergrößerung der Vorsteherdrüse; typische Alterserkrankung.

Prostatektomie: teilweise oder radikale Entfernung der Vorsteherdrüse.

Protein: weitverbreitete, in tierischen u. pflanzlichen Zellen aus Aminosäuren durch Peptidbindungen zusammengesetzte Naturstoffe, die charakteristische Ketten- u. Raumstrukturen (Eiweißstruktur) bilden u. durchschnittlich aus 50% Kohlenstoff, 7% Wasserstoff, 16% Stickstoff, 20% Sauerstoff u. 2% Schwefel bestehen. Nach Größe (Molekulargewicht) unterschieden als Oligopeptide (mit weniger als 10 Aminosäuren [As.]), Polypeptide (mit 10 bis 100 As.) u. Proteine (Makropeptide; mit mehr als 100 As.). Nach ihrer Gestalt unterschieden in langgestreckte (fibrilläre) Proteine, die als Stütz- u. Struktursubstanzen dienen (z. B. Keratin, Kollagen, Elastin, Myosin), u. in kugelige (globuläre) Proteine (s. a. Globulin, Albumin), die vielfältige Funktionen in Zellkern, -membran u. Zytoplasma sowie in Körperflüssigkeiten (Plasmaproteine, Immunglobuline, Peptid- u. Proteohormone, Enzyme) erfüllen oder dem Sauerstofftransport dienen (Hämoglobin, Myoglobin).

Prothese (Stimmprothese): durch das Einbringen einer wie ein Ventil funktionierenden Prothese (spezielles Plastikröhrchen), die eine Verbindung zwischen Rachen bzw. Speiseröhre und Luftröhre ermöglicht, kann eine gut verständliche Stimme erzeugt werden. Beim Schlucken bleibt das Ventil geschlossen, beim Ausatmen wird es geöffnet. So kann die Luft in den Rachen zur Stimmerzeugung gelangen. Der Verschluss der Luftröhrenöffnung (Tracheostoma) kann wie bei einem operativ angelegten Shunt durch den Finger erfolgen; es gibt jedoch Sprechkanülen, die einigen Patienten ein fingerfreies Sprechen ermöglichen.

Prothese: künstlicher Ersatz eines amputierten, fehlenden Körperteils.

Proto-Onkogen: Zelluläre Gene, deren Veränderung Krebs verursacht.

PSA: Abkürzung für prostataspezifisches Antigen; Tumormarker, der u. a. zur Früherkennung von Prostatakrebs und bei der Nachsorge benutzt wird.

Psychisch: seelisch.

Punktion: Entnahme von Flüssigkeiten aus dem Körper durch Einstich mit einer Hohlnadel zu diagnostischen oder therapeutischen Zwecken.

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