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Abdomen: Bauch,
Ober-/Unterleib.
Absorption:
Aufnahme von Substanzen.
Abwehrfunktion:
die Fähigkeit des menschlichen Organismus, das
Eindringen körperfremder Elemente zu verhindern.
Aden:
Drüsen (Adenokarzinom ist das Karzinom, das an den Zellen mit Drüsenfunktion
entsteht).
Adenokarzinom:
Krebsgeschwulst, die von den drüsigen Anteilen
der Schleimhaut ausgeht.
Adjuvant:
die Wirkung zusätzlich unterstützend, ergänzend.
Adjuvante Therapie:
unterstützende Behandlung nach operativer Entfernung
des Tumors. Das Ziel der Operation ist die vollständige Entfernung des
z. B. von Darmkrebs befallenen Gewebes. Die adjuvante Therapie soll die
Operation darin unterstützen, indem sie vereinzelte, im Körper verbliebene
Tumorzellen beseitigt.
Akut:
plötzlich auftretend, von heftigem und kurz andauerndem Verlauf (im Gegensatz
zu chronisch).
Akzelerierte
Phase: beschleunigte Phase.
Alkalische Leukozytenphosphatase:
vorwiegend in Neutrophilen, selten in Metamyelozyten,
nicht in den übrigen hämatopoetischen Zellen zytochemisch nachweisbare
Leukozytenphosphatase; in Granulozyten erniedrigt bei chronischer Myelose,
paroxysmaler nächtlicher Hämoglobinurie, erhöht bei Osteomyelosklerose,
Polycythaemia vera, essenzieller Thrombozythämie, reaktiver Granulozytose.
Allergie:
spezifische Änderung der Immunitätslage im Sinne
einer krankmachenden Überempfindlichkeit, meist gegen exogene, nicht–infektiöse
Stoffe. A.n richten sich gegen meist unschädliche Umweltstoffe, die von
außen mit dem Körper in Kontakt treten (Allergen); können sich in nahezu
allen Organen manifestieren, am häufigsten betroffen sind jedoch Haut
u. Schleimhäute. Verschiedene klinische Zustandsbilder sind z. B. anaphylaktischer
Schock, allergische Rhinokonjunktivitis, Urtikaria, Serumkrankheit, allergische
Vaskulitis u. Alveolitis, Kontaktekzem, allergisches Asthma, Arzneimittelallergien.
Einteilung nach Coombs u. Gell in 4 Typen: IgE-vermittelte Soforttypreaktion
(Typ I); zytotoxische Reaktion (Typ II); Immunkomplexreaktion (Typ III);
zelluläre Überempfindlichkeit (Typ IV).
Allogen: (allo
= fremd) von einem anderen Menschen stammend; z. B. allogene Kochenmarktransplantation.
Allogene Knochenmarktransplantation:
(griech.,allos = anders, verschieden). In diesem
Zusammenhang Übertragung von Knochenmark von einem fremden Spender; Voraussetzung
dafür ist, dass die Gewebemerkmale von Spender und Empfänger weitestgehend
übereinstimmen.
Alpha-Fetoprotein:
erhöhte Werte finden sich insbesondere bei Lebererkrankungen
und Leberkrebs.
Alternativtherapie:
Auswahl zwischen zwei oder mehreren gleichwertigen
Therapiemöglichkeiten. Bei Krankheiten und in der Medizin wird der Begriff
häufig im Sinne von eine andere Lebensweise vertretend benutzt. Die Alternativtherapie
wird zum Teil als menschenfreundlichere und die Lebensqualität verbessernde
Behandlungsform angepriesen, ohne dass eine wissenschaftliche Überprüfung
stattgefunden hat.
Ambulant: ohne
dass ein Krankenhausaufenthalt erforderlich ist.
Amenorrhoe:
Amenorrhö, Amenorrhoea, das Nichteintreten (primäre
Amenorrhoe) oder Ausbleiben (sekundäre Amenorrhoe = Menostase) der Regelblutung
bei der geschlechtsreifen Frau. Wird verursacht durch Entwicklungsstörung
(Agenesie, Aplasie, Dysplasie) oder Funktionsstörung der Eierstöcke, durch
Fehlen der spezifischen tropen Hypophysenhormone (bei primär örtlicher
oder bei sekundärer Störung des Hypophysen-Zwischenhirn-Systems, u. a.
bei endokrinen u. bei schweren Allgemeinerkrankungen, als Stress-, Behandlungsfolge)
sowie – als uterine A. – durch krankhafte Prozesse der Gebärmutter
(Endometritis; ferner nach Abort, Curettage). Wird je nach Ansprechbarkeit
auf eine (diagnostische) Verabfolgung entsprechender Sexualhormone auch
unterschieden als Amenorrhoe I. Grades und Amenorrhoe II. Grades: Bei
der erstgradigen tritt nach Progesteron-Stoß eine Entzugsblutung ein (das
Endometrium ist hier bereits durch natürlich vorhandene Östrogene verändert;
die vegetative Funktion des Ovars ist zumindest partiell intakt, aber
es besteht
z. B. eine Follikelpersistenz); bei der zweitgradigen tritt eine Entzugsblutung
nur nach Östrogen- oder Östrogen-Gestagen-Stoß auf (d. h. es besteht eine
Störung sowohl der vegetativen als auch der generativen Funktion des Eierstocks).
Amputation:
chirurgische Abtrennung eines Körperteils.
Anämie: Blutarmut;
die Verminderung des roten Blutfarbstoffs (Hämoglobin) oder des Anteils
der roten Blutkörperchen (Hämatokrit) im Vollblut unter den unteren Normalwert
einer vergleichbaren Bevölkerungsgruppe. Sie verursacht vor allem eine
Störung des Sauerstoff- = O2-Transports u. eine Verminderung
der O2-abhängigen Leistungen. Sie tritt als primäre oder als
symptomatische (= sekundäre) Erkrankung auf (z.B. als Infekt-, Tumoranämie)
sowie akut oder chronisch; lässt sich nur unbefriedigend nach Ursachen,
Morphologie (z. B. makro-, mikrozytäre Anämie), Farbstoffgehalt (z. B.
hyper-, hypochrome Anämie) etc. systematisieren.
Anamnese: Krankengeschichte;
Art, Beginn und Verlauf der (aktuellen) Beschwerden, die im ärztlichen
Gespräch mit dem Kranken erfragt werden.
Anaphylaxie:
immunologisch bedingte, akute Maximalvariante
einer allergischen Allgemeinreaktion, die den ganzen Organismus umfasst
u. mit typischen Symptomen einhergeht. Im engeren Sinn auf die IgE-vermittelte
Soforttypreaktion beschränkt (Allergie); ähnliche klinische Symptome treten
jedoch auch bei der Immunkomplex-Anaphylaxie oder bei nicht-immunologischen
Reaktionen (anaphylaktoide Reaktion) auf. Symptome der A. umfassen vornehmlich
Haut (Flush, Urtikaria), Mundhöhle, Respirationstrakt (Rhinorrhö, Bronchospasmus,
Atemstillstand), Gastrointestinaltrakt (Nausea, Krämpfe), Herz-Kreislauf-System
(Tachykardie, Blutdruckschwankungen, Rhythmusstörungen, Schock, Herzstillstand).
Todesfälle durch A. sind beschrieben worden. Die häufigsten Auslöser sind
Arzneimittel, Insektengifte u. Nahrungsmittel.
Anästhesie:
Unempfindlichkeit gegen Schmerz-, Temperatur-
und Berührungsreize z. B. als gewünschtes Ergebnis einer Betäubung.
Anastomose, bilio-digestive:
operative Verbindung zwischen Gallengängen (seltener
der Gallenblase) und Dünndarm oder Zwölffingerdarm.
Androgene: männliche
Geschlechtshormone, die die Ausbildung der sekundären Geschlechtsmerkmale
des Mannes fördern. Das wichtigste Androgen ist das Testosteron.
Durch Androgenentzug kommt es zu einer Verkümmerung der
Prostata.
Anthrazykline:
zytostatisch wirkende Antibiotika, deren klinische
Bedeutung durch ihre Kardiotoxizität eingeschränkt wird; zu den Anthrazyklinen
gehören v. a. Daunorubicin, Doxorubicin, Epirubicin.
Antiandrogene:
Substanzen, die die Wirkung der natürlichen
Androgene aufheben.
Antigen: Bezeichnung
für jede Substanz, die vom Immunsystem als fremd erkannt wird. Löst meist
eine Immunreaktion aus, die zur Immunität führt. Im Fall der Allergie
bzw. Atopie ist diese übersteigert. Das Antigen (AG) löst eine humorale
(Antigen-Antikörper-Reaktion) u./oder zellvermittelte Abwehrreaktion aus.
Wird das AG vom Immunsystem geduldet (Immuntoleranz), wird es auch als
"Tolerogen" bezeichnet. Antigenwirksam sind v. a. komplexe u. größermolekulare
Stoffe (Eiweißkörper, Polysaccharide, Nucleotide u. zahlreiche synthetische
Verbindungen) mit chemisch charakterisierbaren Gruppierungen (Determinante),
die für die Immunantwort verantwortlich sind. Unterschieden als
1) meist höhermolekulares Voll-AG, das allein in der Lage ist, eine Immunreaktion
auszulösen,
2) als niedermolekulares Hapten (= Halbantigen), das erst nach Kopplung
an ein größeres Trägermolekül als Immunogen wirkt.
Bezeichnet z. B. als xeno-, allo- oder isogenes, autologes AG; Auto-,
Hetero-, Transplantations-, Tumor-, Virus-AG.
Antihistaminikum:
Mittel, das die Wirkung des Histamins
abschwächt und zur Behandlung von allergischen Haut- und
Schleimhauterkrankungen eingesetzt wird.
Antiinflammatorisch:
gegen eine Entzündung gerichtet.
Antikörper:
Bestandteil des körpereigenen Abwehrsystems;
Antikörper binden fremde und körpereigene Stoffe wie z. B. Giftstoffe
und Viren und machen sie unschädlich. In der Medizin können Antikörper
zu diagnostischen und Behandlungszwecken eingesetzt werden.
Antikörpertherapie:
in der vorliegenden Broschüre wird unter dem
Begriff eine spezielle Art der Immuntherapie verstanden, bei der gezielt
HER2-Rezeptoren blockiert werden. Durch HER2-Antikörper können manche
Arten von Krebszellen vor übermäßigem Wachstum geschützt werden.
Antimetabolit:
zytostatisch wirksame Substanzen, die nach dem
Prinzip der kompetitiven Hemmung in den Nukleinsäure- oder Eiweißstoffwechsel
(der Krebszellen) eingreifen; im chemischen Aufbau zeigen Antimetabolite
nur geringe Unterschiede zu körpereigenen Substanzen. Sie werden als "falsche"
Substanzen eingebaut und führen dadurch zur therapeutisch genutzten Störung
im Stoffwechsel der Tumorzellen (Fluorouracil).
Antiproliferativ:
gegen ein ungezieltes Wachstum gerichtet.
Antiviral: gegen
das Virus gerichtet.
Anus praeter:
künstlicher Darmausgang in der Bauchhaut.
Apoptose: programmierter
Zelltod. Zelluntergang der durch die in der Zelle gespeicherten Erbinformationen
ausgelöst und von der Zelle selbst reguliert wird.
Appendix: Wurmfortsatz.
Applikation:
Art der Anwendung.
Arterien: Gefäße,
die Blut vom Herzen wegleiten. Mit Ausnahme der Lungenarterie, welche
vom Herzen zur Lunge führt, wird das sauerstoffreiche Blut transportiert.
Arterielles Blut:
Alte Bezeichnung für sauerstoffreiches Blut.
Assoziation:
Verknüpfung.
Astrocyten:
sternförmige Stützzellen im Gehirn; Untergruppe
der Gliazellen.
Astrocytom:
Gehirntumor, der von Stützzellen im zentralen
Nervensystem, den so genannten Astrocyten, ausgeht. Astrocytome können
langsam wachsen (gutartige A.e) oder als bösartige Tumoren vorliegen.
Das bösartigste Astrocytom ist das Glioblastom.
Asymptomatisch:
ohne Symptome.
Auflichtmikroskopie:
die Betrachtung kleiner Gegenstände erfordert
spezielle optische Geräte, so genannte Mikroskope. Hierzu werden verschiedene
technische Varianten eingesetzt.
Autoantikörper:
diese Art von Antikörpern treten zumeist bei
Erkrankungen auf, die vorwiegend durch eine Fehlsteuerung oder Überfunktion
bestimmter Teile des Immunsystems ausgelöst werden. Die Antikörper sind
hierbei gegen körpereigene Zellen gerichtet.
Autoimmunkrankheit:
Krankheit, die ganz oder teilweise auf die Bildung
von Autoantikörpern und deren schädigende Einwirkung auf den Organismus
bzw. Organsysteme zurückzuführen ist. Hierzu zählt u. a. die autoimmunhämolytische
Anämie.
Autologe Knochenmarktransplantation:
(griech. autos = selbst aus dem Körper entstanden
nicht von außen eingebracht.) Übertragung von eigenem Knochenmark, das
nach der Entnahme gereinigt wird.
Axillar: zur
Achselhöhle gehörend, in ihr gelegen.
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