Freitag, 10. September 2010

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Taxane: krebshemmende Medikamente, die auf einen Wirkstoff der kalifornischen Eibe basieren und in der Chemotherapie des fortgeschrittenen Brustkrebses eingesetzt werden (Paclitaxel und Docetaxel).

Teilresektion: operative Teilabtragung oder Entfernung von kranken Organteilen.

Testosteron: männliches Geschlechtshormon, das in den Hoden produziert wird.

Therapie: Behandlung einer Krankheit.

Therapiestudie: eine Therapiestudie beinhaltet ein neues Behandlungskonzept, das nach den aktuellsten wissenschaftlichen Erkenntnissen Aussicht hat, erfolgreicher zu sein als die bisher übliche Behandlung. Durch Therapiestudien z. B. in der Krebsforschung und -behandlung erkennt man, ob eine neue Behandlungsweise besser ist als eine bisher erprobte. Die Teilnahme ist stets freiwillig und kann jederzeit ohne Nachteile beendet werden. Vor der Teilnahme an einer Studie hat nach streng festgelegten Kriterien eine ausführliche, verständliche Information der Teilnehmer zu erfolgen. studien sind also Verbindungsglieder zwischen der medizinischen Forschung und der Behandlung erkrankter Patienten.

Thrombose: Bildung eines Blutgerinnsels in Venen oder Arterien. Kann durch Verschleppung in verschiedene Organe zu lebensbedrohlichen Komplikationen führen (Embolie).

Thrombozyt: Blutplättchen; kleine (Durchmesser 2-3,5µm), von Megakaryozyten des Knochenmarks abstammende, kernlose korpuskuläre Blutelemente mit unregelmäßig gezackten Rändern oder spießartigen Fortsätzen. Normale Zahl 150 000-380 000/µl; die Zählung erfolgt in der Zählkammer mit dem Phasenkontrastmikroskop (oder Grünfilter) oder – halbautomatisch – in einem Partikelzählgerät. Abbau in der Milz; Überlebenszeit 8-12 Tage. Die Thrombozyten sind Zellen mit wesentlicher Funktion bei der Blutgerinnung und der Fähigkeit zur Thrombozytenaggregation.

Thrombozytopenie: Verminderung der Plättchenzahl (< 150.000/µl) im peripheren Blut, entweder infolge verkürzter Thrombozytenüberlebenszeit (Thrombozytolyse, gesteigerter Verbrauch oder erhöhte Thrombozytoklasie) oder als Bildungsstörung, häufiger erworben, selten angeboren (Fanconi-Anämie, Hegglin, Wiskott-Aldrich-Syndrom). In der Regel ist erst bei Thrombozytenzahlen < 50.000/µl mit Spontanblutungen zu rechnen.

Thyreoidektomie: operative Entfernung der gesamten oder auch nur eines Teils der Schilddrüse.

Thyreoiditis: entzündliche Erkrankung der Schilddrüse.

TNM-Klassifikation: Gruppeneinteilung bösartiger Tumoren nach ihrer Ausbreitung. Es bedeuten: T = Tumor; N = Nodi (regionäre Lymphknoten); M = Fernmetastasen. Durch Zuordnung von Indexzahlen werden die einzelnen Ausbreitungsstadien genauer beschrieben. Ein Karzinom im Frühstadium ohne Metastasierung würde damit z. B. als T1 N0 M0 bezeichnet.

Tochtergeschwulst: Absiedlung, siehe auch Metastase.

Toxisch: giftig (Gift, Toxin), eine Toxikose bewirkend. 2) Durch Gift bedingt (= toxigen).

Tracheostoma: künstliche Öffnung der Luftröhre nach außen.

Transfusion: intravenöse Übertragung von Blut oder Blutbestandteilen in den Organismus.

Translokation: Verlagerung. Ortsveränderung von Chromosomen- oder Chromatidstücken innerhalb eines Chromosomenbestandes.

Transplantatabstoßung: Transplantatabstoßung durch Immunreaktion, bedingte Wirt-Transplantat ("host-versus-graft")-Reaktion zur Abstoßung des Transplantats (T.). Dabei spielen eine wesentl. Rolle die im T. enthaltenen Spender-Leukozyten u. gewebszellständigen Histokompatibilitätsantigene, die im Wirt eine Immunreaktion gegen das T. auslösen. – Verhinderung durch Immunsuppression.

Transplantation: Übertragung von Zellen, Gewebe oder Organen auf ein anderes Individuum oder eine andere Körperstelle.

Transurethral: Weg durch die Harnröhre in die Blase.

Tubuli: siehe Harnkanäle.

Tubulusepithel: Zellen, die die Harnkanäle auskleiden.

Tumor: unkontrolliert wachsende Zellwucherungen, die im gesamten Körper auftreten können.

Tumorareal: Aussiedlungsfläche des Tumors.

Tumorexzision: chirurgische Entfernung des Tumors.

Tumorklassifikation: Ordnungssystem, das nach klinischen und/oder pathologisch-anatomischen Gesichtspunkten vorgeht, um die Größe und Ausdehnung eines bösartigen Tumors zu bestimmen. Wird verwendet als Kriterium für die Operabilität oder die Prognose einer Krebserkrankung (siehe auch TNM-Klassifikation).

Tumormarker: Stoffe, deren Nachweis oder genauer gesagt deren erhöhte Konzentration im Blut einen Zusammenhang mit dem Vorhandensein und/oder dem Verlauf von bösartigen Tumoren aufweisen kann. Diese Tumormarker sind jedoch nicht zwangsläufig mit dem Auftreten eines Tumors verbunden und können in geringen Mengen (Normalbereich) auch bei Gesunden vorkommen. Tumormarker eignen sich besonders für die Verlaufskontrollen von bekannten Tumorleiden. Weniger sind sie als Suchmethode zur Erstdiagnose eines Tumors geeignet. Beim Darmkrebs ist der Tumormarker CEA (carcino-embryonales Antigen) besonders hilfreich. Beim Magenkarzinom sind dies die Tumormarker CEA, CA 72-4 und CA 19-9 (CA= cancer antigen).

T-Zell-Lymphom: siehe unter Non-Hodgkin-Lymphom.

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